AM 310; Gibt der Accu auf? Wie prüfen?

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Oberjosef
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AM 310; Gibt der Accu auf? Wie prüfen?

Beitrag von Oberjosef » Mi 30. Okt 2019, 15:00

Hallo zusammen.

Da ich noch immer nicht in der Husky Ladelogik durchblicke und von den Accus auch nicht viel Ahnung habe stelle ich mal bei Euch meine Frage.

Mein 310 Bj 2017 ist mittlerweile seit 2900 Betriebsstunden unterwegs. In den letzten Tagen meine ich eine deutlich veränderte Mähzeit festzustellen. Glaube sogar bemerkt zu haben das die Heimfahrt einmal schon bei über 50% angetreten wurde. Weiterhin haben sich die Mähzeiten stark verkürzt. (siehe Foto Stunden) Der 90 Minuten Balken ist entstanden durch einen Manuellen Auftrag Nebenfläche; Mähen bis Batterie leer. Hier ist das gute Stück auch im Sommer noch locker 130 Minuten gefahren.

Ja, das Gras wächst bei mir im Moment noch gut und ist meist feucht. Zusätzlich ist es ja viel kühler geworden. Daher sicherlich mehr Arbeit... Aber so ein Einbruch?

Wie kann ich prüfen bzw. woran kann ich zuverlässig herausfinden ob der Accu jetzt die Segel streicht? Ich frage weil ich im Winter Roberta eh aufmachen will zwecks Wartung und Motorenpflege.
Stunden.jpg
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Batterie.jpg
Batterie 2.jpg
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Re: AM 310; Gibt der Accu auf? Wie prüfen?

Beitrag von Magtech » Do 31. Okt 2019, 10:08

Mäher in die Ladestation stellen und Display öffnen
Mäher auf Nebenflächen Modus stellen
Display schließen
der Akku wird jetzt komplett geladen und wenn er voll ist, fährt der Mäher aus der Station und bleibt dann stehen
Jetzt Display öffnen, Mäher drehen Richtung Rasenfläche, Schnitthöhe etwas
höher stellen, damit für den Mäher während des Batterietest ein leichter
Mähwiderstand vorliegt
AUTOMOWER auf Nebenflächen-Modus belassen, START drücken und Display schließen
Der Mäher beginnt jetzt zu Mähen bis der Akku komplett entladen ist und bleibt
dann auf der Rasenfläche stehen. Die Ladekapazität vom Akku ist jetzt auf der
Hauptplatine abgespeichert.
Mäher zurücktragen in die Ladestation, Display öffnen, Modus wieder auf Hauptfläche stellen
Die Batteriedaten sind jetzt auf der Platine gesichert und können abgerufen werden
Menü – “Gleichzeitigs Drücken der Tasten 7 und 9“
Menüpunkt Werkzeuge ist aufgesprungen
Menü – Werkzeuge(Experte) – Info – Batterie

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Re: AM 310; Gibt der Accu auf? Wie prüfen?

Beitrag von Oberjosef » Do 31. Okt 2019, 13:33

Sind das denn andere Informationen als die von Robonect angezeigten? (siehe Bilder.)

Ich habe ihn ja die Tage bis zum Stilltand laufen lassen (siehe oben ) und im Bild ist das die 90 Minuten Mähzeit. Die war vor kurzer Zeit auch höher bei trickenem Wetter. habe oft die Nebenfläche bei 120 Minuten abgebrochen.

Habe den Eindruck dass der Mäher schon bei einer höheren % Zahl (aufgrund Berechnung? aufgrund errechneter Kapazität?) nach Hause geschickt wird.

Das war sonst bei ca. 36 - 38%. Nachfolgend ein aktuelles Bild. Roberta ist seit 16 Minuten auf dem Heimweg. Batterie sagt 41 %. Also ist die Rückfahrt schon viel früher angetreten worden.
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Batterie4.jpg

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Re: AM 310; Gibt der Accu auf? Wie prüfen?

Beitrag von Oberjosef » Do 31. Okt 2019, 13:50

Ergänzung:

Gerade hat er jedenfalls nicht rechtzeitig die Station gefunden und ist mit "Batterie leer" stehen geblieben...
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Batterie leer.jpg

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Re: AM 310; Gibt der Accu auf? Wie prüfen?

Beitrag von Heisti » Fr 1. Nov 2019, 11:35

Würde sagen der Akku ist hin, was ja auch verständlich wäre.

So lange der Akku sich in einem "Normalzustand" befindet - also über genügend Kapazität verfügt - arbeitet die Software mit ihren Vorgaben im Bezug auf die Prozente. Limitieren Faktoren nach oben und nach unten sind hierbei die Ladeschlussspannung beim Laden und bei der Nutzung die untere Grenze (Endladeschlussspannung), damit der Akku nicht tiefenentladen wird. Beides (Überschreitung der oberen und unteren Grenze) kann zur Beschädigung oder Zerstörung des Akkus führen.

Der Mäher arbeitet aber immer erstmal stur nach seiner Prozentvorgabe. Wird nun während des Mähens ein Wert der Voltzahl gemessen, der kurz oberhalb der Entladeschlusspannung (ca. 3,3 V pro Zelle) liegt (unabhängig von den Prozentzahlen), macht sich der Mäher sofort auf zur Ladestation. Das ist quasi eine Sicherheitsvorkehrung. Einmal um den Akku zu schützen und weiterhin um noch genügend Dampf zu haben, um die Station zu erreichen.

Nun haben aber gerade Lipos die Angewohnheit, dass sie die Spannung sehr sehr lange halten, dann aber rapide in den Keller geht bzw.ganz zusammenbricht. Wenn der Akku nun mau ist, reicht es einfach nicht mehr, um noch die Station zu erreichen und er bleibt auf dem Rasen stehen. Es ist dann die Entladeschlusspannung von 3,3 Volt erreicht und die Elektronik sagt Schluss.

Da die Kapazität bei den niedrigen Temperaturen noch geringer ist als sonst, merkt du es jetzt natürlich schneller. Übrigens auch der Grund, warum viele erst im Winter merken, wenn der Akku ihres Autos eigentlich schon lange hin ist. Im Sommer ging es immer noch so gerade.

Dein Akku hat sicherlich weit über tausend Ladezyklen hinter sich. Gönne dir einen neuen und alles ist gut.

Edit: Gerade gesehen, dein Akku hat über 2.400 Vollladungen hinter sich, der ist schlichtweg fertig. Einmal neu bitte!

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Re: AM 310; Gibt der Accu auf? Wie prüfen?

Beitrag von Oberjosef » Fr 1. Nov 2019, 12:09

Vielen Dank für die gute Antwort...

Denke auch das der hin ist. Nur komme ich mit den Werten nicht zurecht. Nach dem Test von oben habe ich nachdem der Mäher nach knapp 1 Stunde ohne Mählast stehen geblieben ist in der Ladestation (gerade reingestellt) folgende Werte:

Spannung 18,3
Ladungen 2414
Ladestatus 736 mAh
Strom 1076 mA
Kapazität 1600 mAh

Müsste die ermittelte Kapazität nicht viel niedriger sein? Habe gelesen das 100 - 1200 mA nicht unterschritten sein sollten...

Und nach der Vollladung

Spannung 20,2 V
Ladestatus und Kapazität 1600 mAh


Dann die Frage woher beziehe ich möglichst Günstig einen Originalen? Die Preise gehen echt weit auseinander. (90 - 140 €!)
Erfahrungen?
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Status Leer nach manuell 2.jpg

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Re: AM 310; Gibt der Accu auf? Wie prüfen?

Beitrag von Heisti » Fr 1. Nov 2019, 13:06

Ich muss mir mal Gedanken machen, wie man das visuell sinnvoll darstellen könnte. :roll:

Weiß nicht so richtig wie ich das alles erklären soll. Dein Akku hat in Wirklichkeit eine höhere Kapazität, als die unten angeführten 1.600 mAh. Ich weiß es bei deinem Modell nicht, aber ich schätze, dass er 2.100 mAh hat.

Die Software errechnet quasi, wie viele mAh sie in den Akku lädt. Die Werte ergeben sich aus dem Ladestrom (bei dir auf dem Bild jetzt 1.076 mA) und der Ladezeit. Parallel wird die Ladschlussspannung überwacht. Wenn in den Akku die vorgegeben 1.600 mAh geladen wurden und auch die Ladeschlussspannung erreicht wurde, wird der Ladeprozess beendet und die Anzeige auf 100% gesetzt. Da dein Akku in Wirklichkeit eine Kapazität von 2.100 mAh hat, ist er natürlich nicht 100% voll. Das soll er auch nicht, weil er so am längsten lebt. Trotzdem sind mehr als die 1.600 mAh drin. Das ist bedingt durch die Ladeschlussspannung, die halt auch einen Einfluss auf den Ladevorgang hat. Physikalisch hat er dann vielleicht 1.800 mAh "drin".

Wenn der Mäher nun unterwegs ist, kommt er durch die Voreinstellung der Software bei z. B. 30% Restkapazität wieder in die Box. Achtung, dass ist ein virtueller Wert und entspricht nicht der tatsächlichen Kapazität! Der Mäher denkt also, dass er noch 30% von 1.600 mAh zur Verfügung hat. Das wären dann ca. 480 mAh. In Wirklichkeit sind es aber noch 30% von den (geschätzten) 1.800 mAh. Also 540 mAh. Damit dackelt er wieder zum Laden und der Prozess beginnt von vorne. Er hat also noch Leistungsreserven und die Entladeschlussspanung liegt in weiter Ferne.

Nun ist unser Akku aber langsam alt und müde und er kann physikalisch gar nicht mehr die (tatsächlichen) 1.800 mAh speichern (oder auch die 2.100 mAh, die mal angeben waren). Das wird jeden Tag ein bisschen weniger. Am Tag X schafft er gerade noch die gewünschten 1.600 mAh, ist dann aber zu 100% an seinem Limit angelangt und wird extrem beansprucht. Der Alterungsprozess wird nun immer schneller.

Und nun kommt der Tag, an dem zwar noch Kapazität geladen werden kann, er es aber nicht mehr schafft unter Last diese auch ausreichend abzugeben. Und da schlägt dann die Notbremse Entladeschlussspannung zu (siehe Beitrag davor) zu und er wird von der Software früher nach Hause geschickt oder bleibt zum Schutz sogar stehen.

Das ist jetzt sehr simpel ausgedrückt um es zu veranschaulichen. Die physikalischen Vorgänge sind komplexer, die Lade- und Entladekurven auch. Und das "messen" der geladenen Kapazität ist nur der Versuch diese "Schätzungen" für uns sichtbar zu machen. Es gibt da also noch einige Unzulänglichkeiten, die von so einer Anzeige nicht erfasst werden können.
Zuletzt geändert von Heisti am Fr 1. Nov 2019, 13:51, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: AM 310; Gibt der Accu auf? Wie prüfen?

Beitrag von Oberjosef » Fr 1. Nov 2019, 13:45

Super erklärt.. Danke

Nu muss ich nur noch einen Originalen Akku finden. Wie gesagt die Preise gehen echt auseinander...

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Re: AM 310; Gibt der Accu auf? Wie prüfen?

Beitrag von Heisti » Fr 1. Nov 2019, 14:14

Die originalen sind sicherlich gut. Bei den Nachbauten gibt es bestimmt gute und weniger gute. Ist immer schwierig zu beurteilen. Den günstigsten würde ich mir auf keinen Fall holen. Gute Zellen kosten Geld. Was du bei der Anschaffung sparst, holt dich wieder ein, wenn er nicht wie jetzt 2.400 Ladezyklen hält, sondern nur 500.

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Re: AM 310; Gibt der Accu auf? Wie prüfen?

Beitrag von Oberjosef » So 3. Nov 2019, 11:46

Alles bestellt und Roberta schon mal gereinigt und geöffnet.

Überlege jetzt ob ich mein geplantes Winterprojekt Antriebsmotore Reinigen und schmieren (Getriebe) vorziehe oder erst einmal nur den Accu mache.

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